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Der Heureka Outperformance Fonds verlor im November -4,9%.

Im November verlor der deutsche DAX -4,4%, der amerikanische S&P500 -2,5%, der Hangseng aus Hongkong -6,1%. Wieder einmal konnten sich US-Aktien besser halten als der Rest der Welt. Auf europäischen Aktien lasteten die deutlich steigenden Coroninfektionszahlen und politische Gegenmaßnahmen. Das führt zur Zurücknahme der diesjährige Wirtschafts-Wachstumschätzungen für die meisten europäischen Länder. Es lastet auf den Aktienkursen. Die Unsicherheiten erhöhte die neue Omikron-Virusvariante.

Wir haben einen sehr widersprüchlichen Markt. Auf der einen Seite sehr günstig bewertete Aktienwerte verschiedenster Branchen. Auf der anderen Seite extreme Übertreibungen bei jungen Hoffnungwerten an der Nasdaq. Eines der extremsten Beispiel war der Börsengang von Rivian, einem Unternehmen, das Elektro-LKWs produziert, bzw. produzieren möchte. Rivians Börsenwert schwankt stark, ist aber höher als jener von General Motors und Ford zusammen. Der Kurs scheint nur von der vagen Hoffnung getrieben, dass Phantasie allein hohe Kurse erzeugt. Besonders schlecht lief es im November für Werte aus Schwellenländern. Das waren auch die größten Monatsverlierer im Heureka-Portfolio. Dazu zählten etwa der Telekomanbieter Turkcell, chinesiche Fintechs, Ölwerte wie Gran Tierra Energy und Laredo und der Edelmetallproduzent Sibanye Stillwater. Ebenfalls zu deutlichen Verlierern zählten Versicherungen, sehr untypisch für das 4. Quartal. Zu den wenigen deutlichen Gewinnern zählten US-Werte, etwa Micron Technology, der Immobilienentwickler D.R. Horton und HP Inc. Vermutlich wird bald wieder eine Erholung bei übertriebenen Kursverlierern einsetzen. Das könnte sich aber bis Anfang 2022 ziehen. Der Wahlausgang der mid-term elections in Argentinien, Mitte November, dürfte günstig für den weiteren Verlauf der Verhandlungen mit dem IMF sein. Hier dürften sich nächstes Jahr hohe Chancen ergeben. Anleihen und Aktien dieses Landes sind vielfach noch nahe ihrer 5-Jahrestiefs.

Hohe Gewinnchancen sehe ich ab Mitte Dezember bei einzelnen Edelmetallproduzenten. Sie zeigten im letzten Jahrzehnt, saisonal ab Mitte Dezember, fast immer deutliche Kurssprünge nach vorausgegangenen monatelangen Kursverlusten. Dieses Jahr war der Kursverlauf bisher ähnlich. Vieles spricht für eine Wiederholung dieses Musters, also für eine deutliche Erholung von Minenwerten in den nächsten Wochen. Der Goldminenindex für kleinere Minenwerte liegt aktuell ca. 30% niedriger als vor einem Jahr. Der Goldpreis verlor aber nur einige Prozent. Goldminenwerte werden daher im Heureka-Portfolio in nächster Zeit aufgestockt.

Herbert Autengruber