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Der Heureka Outperformance Fonds gewann im Vergleich zum Vormonat +1%.

Der DAX gewann im Oktober +1,3%, der EuroStoxx50 verlor -2,2%. Im Oktober belasteten an den Börsen die zunehmenden Coronavirusinfektionen rund um die Welt. In Europa kam es zu zahlreichen teilweisen lockdowns. Auch wenn die staatlichen Maßnahmen bei weitem nicht so drastisch sind wie im März und April, ergeben sich daraus trotzdem einige Belastung. Die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum in Europa für 2020 wurden weiter gesenkt. Dabei sind wiederum die Reisebranche, Fluglinien und Restaurants besonders betroffen. Natürlich war der Wahlkampf um das Präsidentenamt in den USA mit ein Hauptthema. Vom Sieg Bidens dürften besonders Maßnahmen gegen den Klimawandel profitieren. Dazu zählen etwa alternative Energieformen. Für den Öl- und Kohlsektor dürfte es eine weitere Belastung geben. Teilweise sind diese Erwartungen aufgrund der Anstiege in den letzten Monaten und Wochen bereits in den Kursen enthalten.

Die ersten Ergebnisse von Impfstoffen sind durchaus ermutigend. Tatsächlich könnte eine weltweit Impfwelle Anfang 2021 beginnen. Allerdings mehren sich derzeit die Anzeichen, dass verantwortliche Zulassungsbehörden und Politiker wenig Lust verspüren, die Verantwortung für eine möglicherweis verfrühte Impffreigabe zu übernehmen. Das deutsche Robert Koch Institut rechnet damit, dass die massenbreite Impfung möglicherweise erst 2022 kommt. Vor diesem Hintergrund bleibt im Heureka der Schwerpunkt auf Veranlagungen, bzw. Aktiensektoren, deren Unternehmensergebnisse von der Krise nicht existenzgefährdend betroffen sind, bzw. immer noch Unternehmensgewinn schreiben, aber deren Kurs sich seit Beginn der Krise mindestens halbiert haben. Dazu zählt vor allem der Versicherungssektor. Im Heureka Portfolio befinden sich die amerikanische Lincoln National Corporation, Unum und die holländische Aegon. Alle mit extrem niedrigen Bewertungen. Geplant ist in den nächsten Monaten auch der Kauf der österreichischen Uniqa. Sie hat sich im Kurs seit Jahresanfang halbiert. Durch einen großen Zukauf in Osteuropa, der dieses Jahr noch belastet, könnte sie nächstes Jahr die Ergebnisse von 2019 übertreffen. Ähnlich spottbillig ist die österreichische EVN. Der Marktwert wird allein durch die Verbund-Beteiligung abgedeckt. Den ganzen Rest gibt es umsonst. Ein EVN Zukauf wird in den nächsten Wochen erwogen.  Zukäufe in den letzten Wochen gab es bei Telekomanbietern. Der Kurs von British Telekom ist vom Hoch vor einigen Jahren um -80% gefallen und liegt derzeit bei 100 pence. In diesem Bereich gab es in früheren Jahrzehnten schon öfters Wendepunkte nach oben. Noch billiger ist Veon, ein Telekomanbieter mit 200 Millionen Kunden. Gemessen an seinen Kunden wird dieses Unternehmen mit nur 10 Euro je Kunde bewertet. Die Dividendenrendite ist zweistellig.

Leider ist Geduld gefragt. Wir könnten die Krise schneller bewältigen. Aber die Angst vor Nebenwirkungen der Impfungen könnte die Krise länger ausdehnen, als ich es noch vor einigen Monaten eingeschätzt habe. Zumindest mangelt es trotz gestiegener Indizes nicht an billigen Einzelaktien und –branchen.

Herbert Autengruber