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Der Heureka Outperformance Fonds verlor im Vergleich zum Vormonat -3,8%.

Im September verlor der S&P500 -6,1%. Der DAX sank im -3,4%. Nicht völlig überraschend war der September eher schwach. Er ist historisch der schwächste Monat an Aktienbörsen. Der September war von Gewinnmitnahmen bei US-Technologietiteln gekennzeichnet. In Europa stiegen die Sorgen vor möglichen neuen lockdown Maßnahmen aufgrund wieder steigender neuer Coronavirusfälle.

Die Börsenbewegungen der nächsten Wochen werden vermutlich stark gekennzeichnet sein von den bevorstehenden US Präsidentenwahlen Anfang November. Bei aktuellen Umfragen liegt der demokratische Herausforderer ca. 10% vor Trump. Biden gilt als klarer Favorit. Die Investment Bank Goldman Sachs plant, meiner Ansicht nach zurecht, bei einem klaren Sieg von Biden und Mehrheit der Demokraten in Senat und Repräsentantenhaus, den Wirtschafts- und Aktienausblick in den USA für 2021 deutlich anzuheben. Hauptgrund ist ein von Demokraten vorgesehenes Konjunkturpaket in der Höhe von 2400 Milliarden Dollar. Es sollte das US-Wirtschaftswachstum nächstes Jahr um ca. +2% bis +3% anheben. Die stark steigende Staatsverschuldung könnte aber auch steigende Goldpreise und einen schwächeren US Dollar bewirken.               

Im Heureka Portfolio kamen vor allem Titel unter Druck, die sensibel auf negative Neuigkeiten zum Coronavirus reagieren. Das ist nicht überraschend. Denn das Portfolio ist aufgestellt, um vom Ende der Angst vor dem Coronavirus stark zu profitieren. Aber bevor wir endgültig so weit sind, können noch etliche Wochen und Monate mit nervösen Schwankungen vergehen. Zweistellige Prozentverluste entstanden so bei den Versicherungen Aegon und Unum. Unter Druck kamen auch kleine Positionen verbliebener Ölwerte wie Gazprom und Shell. Zweistelliger Prozentgewinner war die US Bekleidungsfirma American Eagle Outfitter. Seit ihrem Kauf vor 6 Monaten hat sich dieser Wert verdoppelt.

Welche weiteren Schritte sind im Heureka-Portfolio geplant? Grundsätzlich ist das Portfolio bereits gut aufgestellt, um von einer Konjunkturerholung im nächsten Jahr zu profitieren. Kurzfristig könnten Anpassungsschritte sinnvoll sein, falls ein knapper US-Wahlausgang für einige Wochen Unklarheiten schafft. Von solchen Verunsicherungen dürfte Gold profitieren. Mir erscheint es wichtig, sich in den nächsten Monaten nicht von kurzfristigen Trends verunsichern zu lassen. Das Hauptaugenmerk des Portfolios liegt darauf, das große Erholungspotential nach Krisenende bei einzelnen Sektoren und Einzelwerten nicht zu verpassen.

Herbert Autengruber